Andachten

Unser Vater, der du bist im Himmel!

Es ist schön, dass ich dich habe und jederzeit zu dir kommen kann. Selbst meine besten Freunde haben nicht immer Zeit, aber du nimmst dir immer Zeit, wenn ich komme. Bei anderen Würdenträgern geht es immer sehr förmlich zu und ich müsste mir sehr genau überlegen, was ich wie sage. Du bist der Herr über alle Herren und trotzdem darf ich ganz frei und offen mit dir reden, denn du bist mein Vater und nicht nur mein Gott. Du hast mich in deine Familie hineingeholt. Diese Liebe nehme ich an und bekenne sie mit dieser Anrede: „Vater!“. Mehr ist nicht nötig, denn sie drückt mein Vertrauen, meine Liebe und meinen Respekt vor dir aus. In dieses eine Wort kann ich all meinen Glauben hineinlegen und meine Nähe zu dir ausdrücken.

Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.

Ich bin so froh, dass du, Jesus, mein Meister bist. Du treibst mich nicht pausenlos voran. Du lässt mich wirklich zur Ruhe kommen. In deiner Nähe geht es mir gut. Wenn ich dir folge, finde ich weiches Gras zum Ausruhen und frisches Wasser. Der Alltag legt mir oft Steine in den Weg. Lebensweisheiten und Sprüche, die alt und abgestanden sind, gibt es viele. Du hast ganz frische Worte und neuen Geist für mich parat. Deshalb folge ich dir gerne aus der Hektik des Alltages, dieser Halbwüste, heraus.

„Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir.“ Johannes 10,27

So selbstverständlich sagst du, dass ich dich höre und verstehe. So selbstverständlich will ich deine Stimme hören und unterscheiden lernen von den vielen anderen Stimmen um mich herum und in mir drin. Es ist so wichtig, dich und dein Reden zu kennen, dass es mehr als drei Mal in diesem Abschnitt steht. Drei Mal sagst du, dass wir dich hören und deine Stimme kennen, damit ich es endlich kapiere, wie normal es ist, dass ich als dein Schaf dich verstehe, was du zu sagen hast.

Du lädst mich ein zu leben. Du bist der Weg zum Vater und zur Glückseligkeit. Du erwartest mich und empfängst mich mit offenen Armen. Ich habe freien Zugang zum Haus des Vaters durch dich. Du bist der Weg zum Heiligtum. Ich suche dich und deine Nähe. Immer wieder, immer mehr will ich diesen freien Zugang nutzen. Du lädst mich ein. Du willst, dass ich eintrete, näher komme, hier verweile. Der Tempel Gottes, die Wohnung des Höchsten steht mir offen, in dir, durch dich. Dieser Ort, diese Zeit ist heilig, denn sie ist getrennt, abgesondert von dem grauen Einerlei des Alltags.

Geheimnisse

Was verborgen ist, ist des Herrn unseres Gottes, was aber offenbar ist, das gilt uns und unseren Kindern ewiglich.“ 5.Mose 29,28

Du brauchst dich nicht um alles zu sorgen, zu kümmern, zu rätseln. Vergeude deine Kraft nicht in Fragen in der Art: Was wäre gewesen, wenn ich anderes reagiert hätte, oder dies oder jenes nicht gesagt, oder früher angesprochen hätte? Was hat dieser gemeint oder jener über mich gesagt? Das sind Geheimnisse, die dich oft nach unten ziehen. Vor dir liegt genügend offenes Land. Nutze deine Möglichkeiten und lebe das Leben, das dir bekannt und frei zugänglich ist. Genau so verkehrt ist es, wenn du dich ständig fragst, was morgen sein wird, wie das oder jenes weiter gehen wird.